Wofür steht ZUKUNFT IN GRÜNAU e.V. ? 

 

ZUKUNFT IN GRÜNAU e. V. ist ein unabhängiger, überparteilicher und gemeinnütziger Verein, - gewissermassen die offizielle Vertretung einer Initiative engagierter und positiv gesinnter Leute in der Region Grünau.

Unser Verein wurde am 30.09.2011 gegründet und im Berliner Vereinsregister eingetragen.

Die Vereinsgründung war damals das erste Mittel der Wahl, um zusammen mit anderen Vereinen, Interessenverbänden und Behörden bei den dringend erforderlichen lokalen Problemlösungen in der Region Grünau positiv mitzuwirken. 

 

Folgendes ist nach wie vor unser Anliegen:
(Bilder zum Vergrössern bitte anklicken)

Wald, Wasser und gesunde Luft zur Erholung und zum Sport in der grünen Natur zwischen dem Langen See und dem weitläufigen Berliner Forst hält die Region für Bewohner und Besucher in Grünau schon seit über 150 Jahren bereit; - damit die Menschen hier für uns alle das Beste daraus machen können - - insbesondere auch und gerade heutzutage wieder aufs Neue - -.

Immerhin hatte die Region Grünau sich seinerzeit ab 1860, angesichts dieser natürlichen Vorteile vor den Toren Berlins, für die damaligen Verhältnisse einzigartig entwickelt, - einerseits durch die in diesen dynamischen Gründerjahren nachhaltig zunehmende Begeisterung der Leute für den neuen Wasser- und Regattasport - und andererseits indem unsere Grünauer Vorfahren im Einklang mit der "öffentlichen Hand", ihr Engagement der Förderung und Pflege von Natur, Sport, Erholung, Gastlichkeit und nicht zuletzt auch einem zunehmend schöneren Stadtbild mit hoher Wohnqualität gewidmet hatten. Mit anderen Worten, - die Grünauer hatten damals den Willen tatkräftig auch Neues zu wagen und Ihren Lebensraum positiv zu gestalten - mit Unterstützung ihrer Verwaltung.
 

Unter diesen Voraussetzungen hat Grünau die Hyper-Inflation in den Zwanzigern und die "grosse Depression" sowie die beiden Weltkriege des vorigen Jahrhunderts einigermassen unbeschadet überstanden, aber die jüngere Vergangenheit hat der Region leider sehr geschadet, - und diese Entwicklung gibt zur Sorge Anlass.

 

 

 Es fällt auf, dass der bis 1989 über 100 Jahre lang währende, auch international anerkannte Erfolg unserer Köpenicker Region heute kaum noch bekannt ist. Offensichtlich ist eine schon etliche Jahrzehnte andauernde, auch über die "Wendezeit" hinaus fortschreitende  "Entfremdung" der Region Grünau von Ihrer einst imposanten Erfolgsgeschichte im Gange. Diese Geschichte sollte jedoch gerade heute als wertvolles Alleinstellungsmerkmal im Städtevergleich der Standorte wichtige Impulse für die bei uns überfällige, nachhaltige Aufwärtsentwicklung beisteuern. 

 

Einzig das in der alten Oympiatribüne der historischen Regattastrecke von 1880 beheimatete "Grünauer Wassersportmuseum" des Landes Berlin ist noch als Aktivposten in der Geschichtsbewahrung nennenswert. http://www.wassersportmuseum-gruenau.de/?Geschichte_des_Wassersports  

Ansonsten sind historische Grünauer Erfolge fuer das Ansehen des Bezirks, ebenso wie die einmalige Sporttradition im bezirklichen öffentlichen Leben und in den zahlreichen Ämtern des Bezirks Treptow-Köpenick schon lange kein Thema mehr.

- Eine für aufgeklärte Zeitgenossen erstaunliche Entwicklung, denn so schafft man keine nachhaltige Stärkung unserer bekanntermassen strukturschwachen Region, indem man elementare Standortvorteile einfach untergehen lässt.

Der auch international ausstrahlende kulturelle "Leuchtturm" des Bezirks, der "Hauptmann von Köpenick", über den sich die Altstadt Köpenick tatsächlich sehr gut geschichtsbezogen herausstellen kann, ist als einziges öffentlich gefördertes Alleinstellungsmerkmal für unseren facettenreichen Berliner Stadtbereich keinesfalls ausreichend.

Die Verwaltung hat dies inzwischen erkannt. Sie fördert insofern auch die Industriegeschichte von Schöneweide über den dortigen Heimatverein mit Namen INDUSTRIESALON http://industriesalon.de/ .
Das tatkraeftige Engagement zur Bewahrung der Geschichte der Berliner Industrialisierungs-Ikone "AEG" und ihrer Nachfolgebetriebe hilft hier mit das "ramponierte" Image ("Oberschweineöde") des  Stadtteils Oberschöneweide aufzuwerten. 

 

Daneben gäbe es aber durchaus noch andere "Baustellen" für wertvolle Geschichtsbewahrung und Image-Restaurierung im Bezirk.

Mangels amtlicher Förderung oder wenigstens Bekanntmachung kennt allerdings heutzutage kaum jemand mehr die für die damalige positive Entwicklung des Bezirks bedeutenden Glanzpunkte hier in Grünau. (Bild: Olympisches Feuer in Gruenau) 

 

Insofern gibt es für die ZUKUNFT IN GRUENAU auch dahingehend Handlungsbedarf, denn Image, Geschichte und Tradition sind als sogenannte "weiche Standortfaktoren" ebenso entscheidend für künftiges qualitatives Gedeihen unserer Region wie die "harten Standortfaktoren", als da z. T. noch zu entwickeln wären: Attraktionen in Naturnähe, gute Verkehrsanbindung, hauptstädtische Infrastruktur, gepflegter öffentlicher Raum, hohe Wohnqualität, zeitgemässe  Gastlichkeit, vielfältige Sport- und Freizeitangebote.

 

In den vergangenen Jahrzehnten ist es den hiesigen Stadtentwicklungs-Verantwortlichen offenbar entgangenen - oder man wollte es nicht anders: (Für Letzteres spricht z. B. die verwaltungsmässige Abtrennung der historisch gewachsenen Grünauer Gebiete südlich der Bahn, wie z. B. Falkenberg, Hedwigshöhe, Bruno-Taut-Siedlung etc. und die 2008 offiziell amtlich beschlossene  Entfernung des traditionsreichen Sportdenkmalsplatzes von 1898 aus dem B-Plan-Entwurf XVI-15 sowie jetzt der Totalausfall des einzigen, bisher schon überlasteten bezirklichen Denkmalpflegers) :

Ohne seine einmalige Geschichte und Sporttradition ist Grünau nämlich nur ein unbedeutendes Dorf in einem unbedeutenden Gebiet am Rande einer bedeutenden Grossstadt, - wie unzählige andere unbedeutende Dörfer in anderen unbedeutenden Grossstadtrandlagen auch.

 

 Diese Betrachtungsweise wird jedoch der tatsächlichen Situation hier keineswegs gerecht.

= Schauen Sie deshalb gerne auf die "überlieferten" historischen Aufnahmen in  "LEBEN IN GRÜNAU"  (oben auf der Schaltleiste anklicken) mit 2 historischen Fotogalerien von Grünau.


Allein die enorme Vielzahl an Ansichtskarten und Grünau-Motiven, die damals über Jahrzehnte hin verkauft und in alle Welt geschickt wurden verdeutlicht die grosse Bedeutung die unserer Gegend seinerzeit in Berlin und Deutschland zugemessen worden ist.

Gemessen an diesem "Ansichtskarten-Index" hat wohl früher keine andere Köpenicker Region jemals mehr Interesse bei Besuchern gefunden, abgesehen vielleicht vom Rathausplatz mit dem "Hauptmann von Köpenick"?



 

 

WIE IST DER AKTUELLE STAND ?

Nicht nur aus "Nostalgie" kommen von Haus aus eher positiv gesinnte Bürger heutzutage sehenden Auges nicht mehr umhin sich Sorgen zu machen.

Denn mit der verloren gegangenen städtischen Bedeutung und der verloren gegangenen erfolgreichen Geschichte und Tradition hat die Region in jüngster Zeit zugleich Standortvorteile, Attraktivität und Zukunftsperspektiven verloren.

Die Folge : Für die ZUKUNFT IN GRUENAU und den Bezirk wichtige Investitionen finden anderswo statt.

 

 Während es vielerorts aufwärts ging hat die Lebensqualität sich hier in Grünau in den letzten beiden Jahrzehnten "schleichend" verschlechtert, mit einer latenten Tendenz zur Gewöhnung.

Die in letzter Zeit anwachsenden Bedrohungspotentiale für Umwelt, Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität sind in unserer Region als "Alarmsignale" mittlerweile aber nicht mehr zu übersehen. (Die Liste der Alarmsignale folgt weiter unten) 

Zwar kann man erfreulicherweise seit kurzem etliche städtebauliche Verbesserungen konstatieren. Diese gründen sich allerdings nur auf privatwirtschaftliche Initiativen, einschliesslich der neu gebauten bunten KITA in der Baderseestraße.

Nach wie vor nehmen sowohl die Berliner Senatsverwaltung als auch unsere Treptow-Köpenicker Bezirksverwaltung einige offensichtliche Grünauer Abstiegstendenzen nicht als Aufgabe an, geschweige denn amtliche  Möglichkeiten dagegen anzusteuern:


Trotz Unterschriften von mehr als 100 Grünauer Bürgern beim Bezirks-Bürgermeister und einer weiteren Petition im Berliner Abgeordnetenhaus wird die Belastung der Menschen in Grünau durch den Betrieb der immissionslastigen und imageschädlichen Müllindustrie nicht gestoppt, ebensowenig wie die höchst ungesunden Müll- und andere Schwer-LKW-Transporte mitten durch unsere Wohngebiete.

Gleichzeitig fehlt es an zukunftsfähigen, nachhaltigen Investitionen im bezirklichen öffentlichen Raum, die sowohl der naturverbundenen Lage entsprechen, als auch wirtschafts- und tourismusfreundlich in die Zukunft wirken. 

 

Fairerweise kann man sagen, dass Appelle jetzt nicht mehr ganz so wirkungslos verhallen. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist besser geworden, - eine erfreuliche Entwicklung, auch dank der diplomatischen Bemühungen unseres inzwischen unerwartet tragisch verstorbenen Mitglieds Prof. Dr. Dr. Bernd Hamm.

Unglücklicherweise haben zu viele Entscheider in unserem Bezirk selbst heute noch "Berührungsängste" mit der Geschichte unserer Region. Es wird offenbar nicht zur Kenntnis genommen, dass die imposante Naturlandschaft, zusammen mit der bedeutenden Geschichte des Gebiets, ein wertvolles "Alleinstellungsmerkmal" darstellt, das der Region positive Bedeutung verleiht und allgemeines Interesse (auch bei Touristen) erweckt - und dabei auch positiv auf den ganzen Bezirk ausstrahlt.

Näheres zu diesem "Verdrängungseffekt" in Verwaltung und Teilen der Bürgerschaft findet sich im anschliessenden Text weiter unten in unserer Fehler-Analyse.

 

Nach dem Motto "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" finden Sie weiter unten eine bunte Auswahl an 2011 fotografierten Grünauer Problemstellen, die es in dieser Häufigkeit und Persistenz, 22 Jahre nach dem Fall der Mauer in der Hauptstadt Berlin eigentlich nicht mehr hätte geben dürfen.

Dies umso weniger, als Grünau nie ein problematischer, sondern von 1880 bis 1945 ein sich ständig positiv entwickelnder, eleganter und prosperierender Stadtteil gewesen ist. (Mehr Bilder aus "besseren" Grünauer Zeiten finden Sie oben in  "LEBEN IN GRÜNAU" - bitte oben auf der Schaltleiste anklicken / ansonsten zum Vergrössern bitte die Bilder anklicken)

Um 1900 hatte Grünau immerhin schon 20.000 Einwoner. Bis zur Eingemeindung nach Gross-Berlin im Jahr 1920 dürften es etliche Tausend Bewohner mehr gewesen sein.

Heute werden, nach Berliner Verwaltungspraxis, frühere Grünauer Gebiete südlich der Bahn zu Bohnsdorf bzw. Altglienicke gezählt.  Damit hat Grünau aktuell nur noch ca. 5.550 Einwohner. Somit ist also auch quantitativ im Rahmen der Berliner Verwaltung keineswegs alles besser geworden.  

 

Wie schon gesagt, es hat sich in jüngster Zeit einiges zum Guten verändert.

Etliche der weiter unten bebilderten, bis 2012 das Stadtbild verschandelnden Ruinen und Baulücken werden nach und nach privat restauriert.

 


Bei der längst fälligen Rekonstruktion der die Ortsentwicklung entscheidend prägenden Traditionshäuser RIVIERA undGesellschaftshaus ist allerdings noch keine "Entwarnung" angesagt. Zwar bleibt die Verwaltung, mit aktiver Unterstützung der Bürgerinitiative RIVERA-RETTEN http://www.riviera-retten.de/ beim Streit mit den türkischen Eigentümern aus Potsdam juristisch "am Ball".

Die vermutete Absicht der ortsfremden Eigentümer, den Totalverfall plus Abriss der historisch bedeutenden Denkmalsubstanz herbeizufuehren, um "Platz zu schaffen" fuer eine auflagenfreie Neubebauung mit Wohneigentum, ist inzwischen kaum noch glaubwuerdig abzustreiten. Die Bezirksverwaltung hatte zwischenzeitlich in der 2. Instanz vor dem Oberverwaltungsgericht obsiegt, im Januar 2016 jedoch überraschend den Erstattungsanspruch für bezahlte Sicherungsmassnahmen der Stuckdecken verloren. Auch beim realen Denkmalschutz hat sich noch nichts wirklich Entscheidendes verbessert d. h. das praktische Umsetzungsverfahren lauft bisher zäh, - wobei der einzige bisher schon überlastete Denkmalschützer das Bezirksamt verlassen hat - zunächst keine positive Entwicklung für die ZUKUNFT VON GRUENAU bzw. für die bezirklichen Denkmale.

 

Diese Negativentwicklung berührt indessen auch sehr viele unserer Berliner Mitbürger persönlich, die in den RIVIERA-Gesellschaftshaus-Anlagen früher schöne Zeiten verbracht haben und dem ungebremsten Verfall heute verständnislos gegenüber stehen.


Auch das "Funkhaus"  http://funkhaus-gruenau.de/ ,das ebenfalls denkmalgeschützte frühere Bootsclubhaus der DRESDNER BANK in der Regattastr. 277 vergammelt seit 1990 mehr und mehr - zusammen mit etlichen Graffiti-beschmierten DDR-Baracken in der Umgebung = ebenfalls kein Musterbeispiel kompetenter Verwaltung bzw. angemessenem Denkmalschutz.

 


Für das zuletzt in Bezirksamt-Obhut stehende und dann leider dem Vandalismus preis gegebene UNDINE-Jugendstil-Bootshaus sollte nach dem erfolgten Abriss ein anspruchsvoller Neubau mitCafe entstehen. Dort ist aber seit dem Abriss nur eine Grünauer Baulücke mehr zu sehen.          

          http://www.berliner-zeitung.de/berlin/bootshaus-in-gruenau-wird-abgerissen-wie-in-berlin-ein-stueck-juedischer-geschichte-verschwindet,10809148,28539872.html

Nach wie vor fehlt erkennbar ein zukunftsfähiger "Masterplan" für die Region.

  

Weshalb die Zukunftsfähigkeit von Grünau so im Argen liegt ist nicht einfach mit einem Satz zu erklären - also eher "eine lange Geschichte", die schon vor der "Wende" ihren Anfang nimmt , - und es geht auch keineswegs nur um fehlendes Geld oder zu wenig  Amtspersonal.
Diese Geschichte zu verfolgen erfordert bei Interesse ein wenig mehr Zeit und Geduld der geschätzten Leserinnen und Leser.
Gleichzeitig bietet sich damit aber auch die Gelegenheit,
ein vielleicht selbst für ortsfremde Beobachter lesenswertes Beispiel interessanter Berliner Stadtentwicklung im Detail und mit Hintergrundinformationen zu verfolgen. Vermutlich gibt es nicht allzu viele solcher dokumentierbaren Geschichten eines bisher nicht gerade beispielhaften WIEDERAUFBAUS-OST,  mit dem eine früher lange Jahrzehnte, auch international bedeutende und prosperierende Berliner Hauptstadtregion, seit 1989 vom adäquaten Wiederaufbau und vom Zug der positiven Entwicklung "abgehängt" worden ist.

Die Mitarbeiter der AG (Arbeitsgruppe) LEBEN IN GRÜNAU, die hier zusammen mit dem Verfasser Gerhard Bechtoldt einige Zusammenhänge bis heute aufbereitet haben, bitten um Verständnis für manche "Klartext"-Formulierungen, die dem Sachverhalt geschuldet sind.


AUSSCHNITTE AUS DEM GRÜNAUER STADTBILD STAND 2011

Zum Vergrössern die Bilder bitte anklicken

                                                                          Denkmal DRESDNER BANK

Im Park am Kinderspielplatz

Denkmalruine GESELLSCHAFTSHAUS ? Wo ist sie versteckt?                                                                                         

 

 

 

 

Haben Sie die denkmalgeschützten Ruinen schon einmal in natura gesehen? Ein Besuch in unserer morbiden Hauptstadt-Realität lohnt sich bestimmt - nicht nur für Denkmalruinen-Liebhaber oder, wie letzthin, für eine Ruinen-Technoclubnacht.  Ein Tip: Die Denkmalruinen befinden sich alle auf der Regattastrasse der Hauptstadt Berlin.  Dazu finden Sie im näheren Umfeld noch weitere seltsame Ruinen und "Schrotthäuser".  Nichtsdestoweniger gibt es aber durchaus auch ein paar schön restaurierte Denkmal-Immobilien auf dieser Strecke.

Vom Stand der oben gezeigten Bilder des Jahres 2011 hat sich Grünau inzwischen etwas erholt, allerdings nur hier und da. Die folgende Statistik ist insofern heute nicht mehr ganz zeitgemäss.

Machen Sie sich selbst ein Bild:

Von den 50 hier gezeigten Grünauer Hauptstadt-Ansichten betreffen 40 allein den Verlauf der Regattastrasse, mit 2011 katalogisierten 70 Schrotthäusern/Ruinen/Baulücken . 20 der Bilder oben zeigen das seit 1989 immer weiter verödende Gebiet im Geltungsbereich des amtlichen Bebauungsplans XVI-85 von 2008. 

Eine Kennziffernüberlegung dazu wollen wir dann doch gerne noch hinterlassen:  Wenn von insgesamt 277 Hausnummern der Regattastraße im Jahr 2008 über 70 katalogisiert notleidend sind (Ruinen, Baulücken, gefährdete Bausubstanz), dann entspricht das einem Anteil an problematischen Immobilien (Schrottimmobilien) von mehr als 25 %.

2012 ist leider auch das Hoffnungsträger- Projekt "puerto verde", Regattastr. 1- 49, mit den geplanten 400 Komfort-Wohnungen, wegen der "Finanzkrise" endgültig ausgefallen. Ob ein inzwischen vollzogener teilweiser Wechsel der Eigentümer die Vermarktung wieder in Schwung bringt bleibt abzuwarten. Ein neue Projektgesellschaft aus Wien, an der auch alte Eigentümer beteiligt sind, soll als "neue Wasserliebe" per B-Plan 9-34"Regatta-Quartier" das Gelände erneut entwickeln und vermarkten. Dabei sind die Risiken aus der schräg gegenüber beheimateten "Müllindustrie" unkalkulierbar. Zunächst bleibt damit der Anteil der wenigen seit 2011 neu gebauten Objekte negativ weit überkompensiert.
Gleichzeitig verharrt die  noch weit schlechtere "Notstands-Kennziffer" des Bebauungsplangebietes XVI-85 in der östlichen Regattastraße seit 1989 bis heute bei 50 % Notstand der Grundstücke im B-Plan-Gebiet = 25 Jahre NOTSTAND in Grünau, durch einen B-Plan, dessen eigentlicher Zweck "Bauen" wäre, dessen Intention seit der "Wende" bis heute jedoch "Bauen" praktisch verhindern soll, anstatt die Entwicklung zu fördern.  Mehr dazu zum Ende dieses Beitrags hin.

Wir sind dennoch überzeugt - durch aktive Förderung/Pflege/Gestaltung/Nutzung aller Standortvorteile kann die Region für Bürger und Besucher wieder zu einem bekannten und beliebten Berliner Stadtteil zum Leben und Arbeiten werden - und natürlich auch der beste Platz für Sport und Erholung, mit hervorragender Verkehrsanbindung zur Berliner City, ebenso wie zu BAB und BER. In diesem Sinne freuen wir uns über jedes Bild aus der obigen "Grünauer Ruinen-Galerie", das von der Entwicklung überholt wird.

 

                        Ortsmitte Grünau heutzutage im Vergleich zur Ortsmitte Grünau um 1910

Bilder bitte anklicken zur Vergrösserung

 

      2010                                                                                                                                                 1910

 

Was sind die Sorgen der Bürger für die ZUKUNFT IN GRÜNAU ?

 

Wer die obige Bildergalerie betrachetet hat, ist hinsichtlich der Sorgen der Bürger wegen unseres beschädigten Grünauer Lebensumfelds bereits ganz gut informiert. Leider gibt es jedoch, über die statische Betrachtungsweise hinaus, schon seit geraumer Zeit eine beunruhigende Dynamik an negativen Entwicklungen in unserer Region, (ähnlich dem typischen Verlauf in einer Abwärtsspirale), die von mehreren Seiten wirksam wird.: 

 

Anlaß zur Sorge bietet aus der Luft die überraschende Flugroutenänderung des BER-Luftverkehrs über den Müggelsee und damit auch verstärkt über die östliche Region Grünau. - geplant sind täglich ca. 128 Flüge von Süden bei Ostwind, Tag und Nacht, ausgehend von der neuen BER-Nordbahn bei Parallellstarts.

Diese Fluglärmbelastung wäre, trotz der positiven Belebung unserer Region, die eigentlich mit dem BER-Betrieb einhergehen sollte, ein Manko für die ZUKUNFT IN GRÜNAU.

 

Ebenfalls besorgniserregend, diesmal von Westen her:    

 Der deplazierte,    überdimensioniert auf Müllumschlag fokussierte Industriekomplex am Teltowkanal, mit seiner geradezu absurden bürgerfeindlichen Anbindung des störenden und gesundheitsschädlichen LKW- und Müll-Schwerlastverkehrs mitten durch die anliegenden Wohngebiete.

(Offizielle Angabe auf einer Bürgerprotestversammlung: Endausbaustand 1.500 LKW täglich, Untersuchungen vor Ort zählen 500 LKW/Tag. Näheres dazu später)

Ca. 500.000 qm Gewerbegebiet im Planquadrat Grünauer Str. / Teltowkanal / Eisenbahn / Glienicker Weg : älteres Luftbild. Anklicken zum Vergrössern 

Die vorhandenen Bahngleise werden nicht mehr genutzt, ebensowenig die anliegenden Schifffahrtswege über Teltowkanal/Dahme/Spree. Die Andienung erfolgt nur über LKW durch die angrenzenden Wohngebiete, - zu Lasten der Menschen im Wohnumfeld.

 

 Was erfolgreichem Tourismus und Wohnqualität im Wege steht, d. h. worüber die Bewohner und die wenigen Besucher in Grünau unisono klagen sind der verloren gegangene "Besuchswert" und die mangelnde “Verweilqualität”.
Dies wurde auch anhand einer empirischen Studie zum Thema ZUKUNFT IN GRÜNAU der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) im Jahr 2013 wissenschaftlich fundiert festgestellt.

Solch ein Mangel an Verweilmotivation ist in Grünau zu beklagen
, weil das Stadtbild viele früher positiv prägende “Wohlfühlfaktoren” heute nicht mehr zu bieten hat, sondern eher finstere Ruinen, lange monotone Zäune und allgegenwärtiger LKW-Verkehr ins Auge fallen. Am "Besuchswert" mangelt es, weil die verlorenen Attraktionen an Wasser und Wald bzw. die fehlende Werbung für unsere Naturvorzüge, Grünau heute als beliebigen, gesichtslosen wie geschichtslosen Berliner Vorort erscheinen lassen, der vielen Leuten keinen Besuch mehr wert erscheint.
Für die Region sind dies herbe Verluste, die sich
 auf fast alle wichtigen, früher lange Zeit vom Sport und Tourismus erfolgreich getragenen Lebensbereiche der Grünauer Bürger erstrecken.
Im Land Berlin hängen heutzutage wenigstens 10 % der bürgerlichen Arbeitseinkommen direkt oder indirekt vom Tourismus ab, - in den speziellen Tourismusgebieten entsprechend deutlich mehr -, mit zunehmender Tendenz. In diesem Wachstumsmarkt spielt Grünau, trotz eigentlich bester Voraussetzungen, heute bedauerlicherweise keine Rolle mehr.

Aus dem traditionellen Grünauer Leben bis zum 2. Weltkrieg vermissen wir heutzutage z. B. den einstmals gepflegten, repräsentativen öffentlichen Raum, das früher erstklassige und vielfältige Sport-, Gastronomie- und Unterhaltungs-Angebot, besonders am Wasser und an der Regattastrecke  sowie das einstmals üppige lokale Kulturangebot und die gesunde Geschäftsstruktur. Weiterhin stört heute der allgegenwärtige Anblick unserer oben gezeigten finsteren Ruinen im Stadtgebiet und schliesslich "nervt" hier auch jedermann das schon erwähnte,  durch unsere Wohnstrassen geführte, viel zu hohe LKW-Verkehrsaufkommen des Industriegebiets Grünauer Straße, das zu mülllastig, d. h. für die Anwohner zu ungesund, zu nahe der Wohngebiete und nicht zuletzt ohne adäquate Verkehrsanbindung für die heute allein per Schwerlast-LKW betriebene Andienung genehmigt worden ist. - Kurzum, Bewohner wie Besucher fühlen sich unwohl in solch einem "gastfreundlichen" Umfeld, - und dazu kommen wohl bald auch noch die "Tiefflieger".
Ausblick: Bis auf die Flugzeuge sollten sich die genannten Qualitätsmängel der Region eigentlich beheben lassen, - sofern die Behörden dies unterstützen.

Parkansicht Grünau Seeseite

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Über die letzten Jahre hinweg hat sich der langjährige Niedergang der Region weiter schleichend verfestigt. 
Die folgende Aufzählung jüngerer Ereignisse spricht für sich. - Die Gefahr eines anhaltend negativen Trends (Abwärtsspirale) ist nicht zu übersehen:

Bürgeramt ist weg, der chronisch überlastete einzige bezirkliche Denkmalpfleger ist weg, POST weg, Bücherei weg, Reisebüro weg, Fleischerei weg, Bio-Laden weg,  keine Bankfiliale, Schiffsrestaurant "Huckleberry" weg, Restaurant + Hotel "Seglerhaus" weg, Nachfolger "AMBASSADOR" immer leer, Weinkeller "Chateau 105" zugemacht, Nachfolger AVANTI kaum ausgelastet, Schlecker- und Plus-Märkte weg, Bootswerftbetrieb Heinrich weg, keine Motorboot-Anmietung mehr möglich, kein Bootsverleih in der Ortsmitte, Personenschifffahrt stark eingeschränkt, Historische "Uferbahn"-BVG- Strassenbahn 68 wiederholt von Einstellung bedroht, historisch bedeutender und touristisch attraktiver Sportdenkmalsplatz von 1898 stadtplanungsamtlich 2008 weggeplant, Traditionsbauwerke RIVIERA-GESELLSCHAFTSHAUS und DRESDNER BANK-Bootsclub trotz Denkmalschutz im unaufhaltsamen Verfallsstadium, ebenso wie UNDINE-Jugendstil-Bootshaus (ETW-Neubau geplant) und ruinöse DDR-Barracken der Umgebung, neues Wohnprojekt Waldstrasse in der Zwangsversteigerung, ambitioniertes "Puerto Verde"-Wohnprojekt für 400 Wohnungen insolvent, Folgeprojekt "neue Wasserliebe" umweltgefährdet u. a. durch Müllgebietsnachbarschaft , SOLON SE und SOLTECTURE = zwei amtlich hochgelobte und öffentlich hochgeförderte internationale Solarunternehmen vor den Toren Grünaus "im AUS", - vom BER-Desaster ganz zu schweigen -  Das sind Fakten die nicht wegzuleugnen sind..

Obendrein hat sich leider herausgestellt, daß in den letzten beiden Jahrzehnten vom Bezirksamt versuchte Wiederbelebungen von amtlich bevorzugten und auch finanziell stark bezuschussten Lagen, (durchweg ausserhalb Grünaus), keineswegs nachhaltig erfolgreich waren. Zum Beispiel haben die Region früher positiv prägende Attraktionen, wie Müggelturm, Regattastrecke, Rübezahl, div. Seebäder und die Altstadt Köpenick, die amtlichen Zukunfts-Versprechungen keineswegs erfüllt. Luxusaniert, aber trotzdem menschenleer = Altstadt Köpenick

Die überaus grosszügige öffentliche Förderung der tatsächlich sehr schön (und sehr teuer) restaurierten, "Altstadt Köpenick" hat, trotz Riesenaufwandes, nur ein "Strohfeuer" an Belebung entfacht, - vorrangig weil man die Altstadt vom wirklichen Stadtleben "verkehrsberuhigt = geschäftsberuhigt" abgeschottet hat. = Eine interessante Parallelle zur DDR-amtlichen Abschottung des Gebiets um die Regattastrecke, als DDR-"no go area", vom wirklichen Leben in Grünau, die bis heute nachwirkt - hier allerdings ohne die öffentlich finanzierte, teure "Generalüberholung" des ganzen Ortes und somit einem entsprechend krass unterschiedlichen Stadtbildniveau im vernachlässigten Grünau, verglichen mit der edel herausgeputzten Köpenicker Altstadt. 

Wir leiden also in der Altstadt Köpenick und auch in Grünau gemeinsam unter einer kuriosen Entwicklung, in deren Verlauf die ehemals recht hohe Besucherfrequenz beider Regionen 25 Jahre lang für viel Steuerzahlergeld letztlich nur dezimiert worden ist. (Was natürlich ebenso auf Wirtschaftskraft und Steuereinnahmen, also auf die öffentliche Haushaltslage durchschlägt). Der wesentliche  Unterschied besteht allerdings darin, daß im Gemeindegebiet Grünau die Steuergelder, anstatt in die städtebauliche Luxussanierung menschenleerer Plätze - wie in der Altstadt - (siehe 3 Bilder oben), in die hohen Subventionen für den jahrzehntelang hoch defizitären Regattastreckenbetrieb geflossen sind und weiter fliessen, während für das zurück gebliebene Stadtbild Grünau's, (selbst im direkten bezirklichen Regattstreckeneinflussbereich), kein Geld - sprich kein Gefühl - für traditionell gebotene, eigentlich selbstverständliche kleine Details amtlicher Stadtbildpflege aufgewendet wird (siehe Foto vergrössert nebenan) Beispiel: In der Altstadt sind auch die menschenleeren Plätze, Gehsteige und Strassen bis zum letzten Meter liebevoll mit Granitpflaster veredelt worden und tragen aufwändige, auf antik getrimmte Strassenleuchten und teure Gusseisen-Kandelaber. In Grünau dagegen hat man die antiken Strassenleuchten gegen schlichte, billige Bogenlampen ausgetauscht und das einst repräsentative Kopfsteinpflaster mit billigen Betonverbundsteinen und monotonen Asphaltbelägen ersetzt.

Tatsächlich sind für das B-Plangebiet XVI-85 im Osten Grünaus hohe Millionenverluste an Liegenschaftswerten gutachterlich belegbar, und im Westen von Grünau bewegen sich die Wertverluste für die Anrainerliegenschaften in der Nähe des Müllindustriegebiets Grünauer Str. sogar im höheren zweistelligen Millionenbereich, wobei für das frühere "puerto verde" Gelände, allein durch die amtliche Müllindustrieansiedlung als Nachbar, ein Wertverlust in der Grössenordnung von 20 Millionen Euro rechnerisch prognostizierbar ist. (Näheres dazu weiter unten)

Die amtliche "Grosswetterlage" hier hat gesamtbezirklich, d. h. nicht nur in Grünau die "puerto-verde"-Leute oder den früheren "Funkhaus"-Eigentümer, sondern auch überregional schon etliche Investoren in den Ruin getrieben und viele andere vergrault. (siehe Zeitungsausschnitt nebenan)
Diese amtliche Wertevernichtung betrifft allerdings auch die eigenen öffentlichen Kassen, - wo dann der Finanzmangel laufend bejammert wird und damit dann gleichzeitig der öffentliche Investitionsrückstand weiter begründet werden kann. 

Das erinnert fast schon an eine Art "Teufelskreis" für das Leben in Grünau. Mit anderen Worten: Von Westen, im Osten, aus der Luft, von Bodenkontaminationen  sowie durch schwere LKW-Transporte, Müll und Stadtbildschäden, wird die einst hohe Lebensqualität der Bürger und Besucher heute rundum bedroht.

Die bemerkenswerte Langmut, mit der unsere Mitbürger in Grünau diese Geduldsprobe schon so lange bestehen, ist vorbildlich.

Auch manche lokalen Politiker und Stadtplanungsfachleute stehen dem unübersehbaren jahrelangen Abstieg in Ihrem nachbarlichen Lebensraum auch heute noch erstaunlich unbedarft gegenüber.

Der wirtschaftliche und bauliche Verfall sowie die Verödung, insbesondere der äusseren östlichen und westlichen Stadtbereiche von Grünau, sind heute, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer, in diesem Ausmaß kaum mehr mit politischen oder fiskalischen Zwängen oder gar mit dem Zufall oder als Schicksal zu entschuldigen.

Es muß also besondere Gründe geben, warum die Grünauer Entwicklung hinter den tatsächlichen Möglichkeiten und auch hinter ihrer früheren Dynamik so weit zurück geblieben ist.

Wir wollen deshalb versuchen hier im folgenden Text mit der Arbeit unserer AG (Arbeitsgemeinschaft) LEBEN IN GRÜNAU zuerst objektiv die wirklichen Ursachen zu erklären, um dann Lösungsmöglichkeiten zu erörtern. Der zunächst negative Tenor der Berichterstattung liegt in der Natur der Sache. Wir bitten um Verständnis: 

Für die o. g. Negativentwicklungen erkennt unsere AG LEBEN IN GRÜNAU vorrangig einen kausalen Zusammenhang zum langjährigen Desinteresse der Verwaltung hinsichtlich der heute gewollten Lebensqualität der Bürger in ihrem Stadtplanungsgebiet Grünau. (Originalton Bezirksamt-TK 2007: "Wintergärten sind Luxus, das wollen wir dort in Grünau nicht"). 
Dieses Desinteresse trifft, wie oben ausgeführt, auch auf etliche für  den Bezirk geschichtlich bedeutsame Entwicklungen zu. 
  
Als weitere Erklärung kann angeführt werden, einerseits eine gewisse Überforderung der unterbesetzten Verwaltung im Verhältnis zur Masse an Problemen im Bezirk Teltow-Köpenick und andererseits zu wenig eigenes Engagement der "Alteingesessenen" und früheren "Meinungsführer" in Grünau, die sich, als es nach der "Wende" erhebliche finanzielle Aufbau-Ost-Zuschüsse zu verteilen gab, nicht genügend für die positive Wiederaufbauarbeit in ihrem Stadtteil eingesetzt haben; - ganz im Gegensatz zur höchst erfolgreichen Altstadt- und Kietz-Lobby.

Zudem kann man anhand von Belegen davon ausgehen, dass die ursprünglich wilhelminisch geprägte Wachstums-Tradition des Standorts, in Verbindung mit der zweiten Blüteperiode (Olympiade) in der Nazizeit, hier im Osten Berlins bei manchen Entscheidern heute immer noch alte Vorbehalte wach hält.

Solche "besonderen Befindlichkeiten" bei Amtspersonen, eine derart "vorbelastete" Region mit speziell dieser Tradition eher totzuschweigen, sind nicht von der Hand zu weisen, denn bezeichnenderweise kommt die kulturelle (Fontane, Stefan Heym, Wassersportmuseum, Riviera) und die sportliche Bedeutung unseres Standorts, samt der zahlreichen lokalen Olympiasieger, Weltmeister, Europameister und der Olympiade in allen amtlichen Verlautbarungen bis 2012, d. h. bis zu unserer vereinsmässigen Intervention, überhaupt nicht vor. Beispiel weiter unten im Text: die interessante offizielle Zeittafel des Bezirksamtes anlässlich der 800 Jahrfeier der Region, in ihrer ersten Version bis 2012.

  Ohne diese Tradition und Geschichte ist Grünau jedoch, wie schon gesagt, nur ein beliebiger kleiner Vorort von Berlin ohne besondere Bedeutung, und so wird er verwaltungsmässig auch bisher geführt.

 

Weiterhin hat es nach der "Wende" manchem Amtsmitarbeiter und Lokalpolitiker auch an echter Bereitschaft zum engagierten "Mitmachen" in den neuen Strukturen gefehlt, besonders wenn "aus dem Westen" eingesetzte Leute vermeintlich oder tatsächlich "besserwisserisch" die neue Richtung angeben wollten. (Die beiden "Wessis" aus dem bezirklichen Stadtplanungsamt sind inzwischen erfolgreich vergrault, und die wenigen im Amt verbliebenen Führungskräfte haben sich angepasst)

Mitursächlich ist also zunächst, direkt wie indirekt, der ungünstige Verlauf der jüngeren Geschichte für Grünau.

Mittlerweile ist die Zeit für allerlei Entschuldigungen jedoch abgelaufen. Trotz bekannter Mangellage fehlen die gebotenen verwaltungsmässigen Korrekturen der früheren Versäumnisse, (z. B. Verschönerung des öffentlichen Raums inkl. der Plätze und Parks, Restaurierung der bezirklichen Denkmalbauten und der Regattastrecke, offensiver Denkmalschutz, touristischer Masterplan unter Einbezug der Sport- und Kulturtradition der Region, Lösung der Parkplatzfragen und nicht zuletzt gezielte Investitionsförderung anstatt -verhinderung).

Positive Ansätze sind endlich auch auf der Regattastrecke erkennbar: Neben ordentlicher Restaurierung der Beherbergungshäuser wurde dem bezirkseigenen SPORTHOCHHAUS ein neuer moderner Anstrich verpasst, und das bezirkseigene Bootshaus-Denkmal Regattstr. 239 ist nun von aussen ansehnlich restauriert. (wobei allerdings bei den Fensterlaibungen, entsprechend ihrem Putzabsatz, noch farbliche Nacharbeiten ausstehen)

Der richtige "Schwung" der positiven Berliner Entwicklung anderenorts in der Nachwendezeit ist in Grünau jedoch leider noch immer nicht richtig angekommen.  

 

Desweiteren kommt hier noch ein sportbezogenes Dilemma zum Tragen:

Die Regattastrecke war früher "der Motor" der Entwicklung für Grünau.

Bis zum 2. Weltkrieg bestimmte das betriebsame Regattageschehen in Verbindung mit dem damals noch weithin beliebten und verbreiteten Rudersport sowohl sportlich, als auch kulturell und wirtschaftlich das Schicksal von Grünau. Das Ergebnis war für die ganze Region ein nachhaltig erfolgreicher Aufwärtstrend, - auf der Basis des hohen Freizeitwerts von Grünau sowie durch vielfältige sportliche, kulturelle und naturbezogene publikumswirksame Aktivitäten und nicht zuletzt auch durch das positive Engagement der Bürger.

Rund um das regelmässige bunte Regattageschehen haben die vielen, zum Teil sehr wohlhabenden, traditionsreichen, in Grünau etablierten Vereine, auch mit zahlreichen jüdischen Mitgliedern, für ein nicht nur kulturell reiches Grünauer Stadtleben gesorgt. Dafür garantierten ebenso die anwesenden deutschen Sporteliten und die omnipräsenten  "Würdenträger".
Zahlreiche engagierte  Betriebssportgruppen, u. a. aus namhaften Unternehmen, unterhielten in Grünau repräsentative Betriebssport- und Erholungs-Einrichtungen in vornehmen Clubhäusern = z. B. ALLIANZ,
BEWAG, DRESDNER BANK.(siehe Fotos in der Bildergalerie "Historische Bauten und Stadtbildansichten" auf der Schaltleiste LEBEN IN GRÜNAU oben) Die in dieser langen erfolgreichen Zeit in Gruenau dominante Regattastrecke hat in der Region Grünau über die Jahrzehnte von 1880 bis 1945 viele lokale Arbeitsplätze garantiert und in der Region für lange Zeit Wohlstand und Werte geschaffen, indem sie Sport, Kultur und Tourismus erfolgreich angezogen und geschickt in Szene gesetzt hat.

  

Im Gegensatz zur Blütezeit Grünaus von 1880 bis 1940 empfängt jedoch das aktuelle Gemeindeleben vom Regattabetrieb in Grünau schon sehr lange keine positiven Impulse mehr. Die wohlhabenden aktiven Vereine und die spendablen finanzstarken Unternehmen wurden nach 1945 enteignet und haben sich im Westen neu etabliert. Die Sportelite hat mittlerweile Grünau und der Regattastrecke ebenfalls den Rücken gekehrt. Schliesslich hat auch die bei Sport und Kultur früher ausgabenfreudige Elite aus Handel, Industrie, Finanzwesen und Verwaltung unseren Hauptstadtteil Grünau schon seit 1945 nicht mehr auf dem Terminkalender. Die Bedeutung von Grünau ist insofern heute nur noch "ein Schatten ihrer selbst".

Das liegt grösstenteils daran, daß es der Verwaltung in 25 Jahren leider nicht gelungen ist Anreize für den Zuzug von Investoren, Aktiven, Eliten, Unternehmen und/oder die Rückkehr der 1945 Vertriebenen zu schaffen. (siehe unten: Enteignungs- Bescheid des Bezirksamtes Köpenick/Sportamt von 1945)

 

Allerdings haben sich auch die Publikums-Präferenzen im Sport verändert. Mit Rudern kann man heute keine Massen mehr begeistern. Die Sportart hat grosse Nachwuchssorgen zur Auslastung der zahlreichen Vereine, gleichermassen im Westen wie im Osten von Berlin. Entsprechend schwach sind mögliche Sponsoren-Einnahmen für den Ruder- und Kanusport einzuschätzen.

Darüber hinaus ist, wegen der technischen Teil-Disqualifikation der Regattastrecke, heutzutage "der Zug abgefahren", was Ruder-Rückkehrer aus dem Westen oder neue Zuzügler oder auch neues bzw. wachsendes bürgerliches Engagement für den Grünauer Rudersport anbetrifft; selbst wenn die Verwaltung uns offiziell wider besseres Wissen das Gegenteil glauben machen will. (Die schriftliche Begründung zum Bebauungsplan XVI-85 hat insofern durchaus hohen dichterischen Unterhaltungswert). 

Auf jeden Fall ist von wohlhabenden Vereinen, regen Betriebssportgruppen und namhaften Firmen oder von wachsender bürgerlicher Sportteilnahme im gesamten Grünauer Großraum am Langen See nichts mehr zu sehen.

Die finanziell besser ausgestattete Sportkonkurrenz in Westberlin und am Wannsee hat selbst genügend eigene ähnliche Sorgen. Expansionspläne nach Grünau kommen dort auf absehbare Zeit wohl kaum in Betracht.  

Bei uns sieht man neuerdings zunehmend Drachenbootaktivitäten auf der Regattastrecke, zur Teambildung fuer moderne Betriebe. Auch sind vermehrt klassische Ruderboote aus Holz mit Senioren auf dem Wasser unterwegs. Das sind gute Neuigkeiten, aber im Gemeindeleben merkt man in Form einer Belebung davon leider nichts.


Der aktuellen deutschen Sportelite ist das städtische Leben in Grünau völlig unbekannt, selbst wenn bei Veranstaltungen gelegentlich die Regattastrecke aufgesucht wird. Man kommt und geht schnell wieder dahin "wo die Musik spielt".

Bezeichnend ist die vom Rekordweltmeister Thomas Lurz aus Würzburg kürzlich zur Europa-Meisterschaft 2014 im Freiwasserschwimmen durch alle Medien gegangene Beschwerde, in Grünau gäbe es nur Wölfe als Zuschauer an der Regattastrecke. Diese negative Prognose von Herrn Lurz hat sich dann bei der EM-Veranstaltung im Kern auch tatsächlich bewahrheitet - verursacht durch einen Totalausfall der Organisatoren was die Werbung für die Regattastrecke Grünau als Veranstaltungsort angeht.

 

Auf der Regattastrecke werden Elitenvertreter oder "Würdenträger" oder auch nur einfache Zuschauer, selbst bei den wenigen einsamen Siegesritualen, kaum mehr gesehen; - gleichfalls verursacht durch Organisationsdefizite und unterlassene PR/Werbung, d. h. "die Musik spielt nicht mehr" in Grünau oder im Bezirk Treptow-Koepenick - denn selbst wenn wirklich einmal Wichtiges ansteht weiss kaum jemand davon. Dies gilt leider auch für internationale Veranstaltungen wie die genannte Schwimm-EM 2014 oder die diesjährige ADAC-Europameisterschaft, um nur zwei der "zuschauerfreien" internationalen Ereignisse in diesem Sommer in Grünau zu nennen.

 

Man muss im Ergebnis feststellen, dass die stadtentwicklungsmässig Verantwortlichen zu den heutigen und künftigen Anforderungen hier ebensowenig die richtige Einstellung finden, wie die Verantwortlichen für Veranstaltungen auf der Regattastrecke ordentliche Zuschauerzahlen wie früher produzieren können. Dabei liegt hier der Schlüssel für erfolgreiche Nachwuchsförderung. (Junge Leute wollen sich für etwas Bedeutendes engagieren, das Zuschauer mobilisiert und öffentliche Anerkennung verspricht)


Wenn dahingehend nicht bald "Neues nachwächst", könnten Lage und Aussichten für eine Ortsbelebung Grünau's und/oder für die Bedeutung der Regattastrecke (abgesehen von deren Jugendarbeit und Trainingsläufen) kaum noch schlechter sein:

 Wann waren Sie oder jemand den Sie kennen, das letzte mal zu Gast oder aktiv bei einer Ruderregatta oder vielleicht zum sportlichen oder freizeitmässigen Rudern unterwegs ? 

Wie sieht es dazu hinsichtlich Kanusport oder Paddeln aus?

Wer im Großraum Berlin kennt heute überhaupt noch die früher sehr erfolgreiche Geschichte der traditionsreichen Regattastrecke in Grünau ?

Wer interessiert sich heutzutage noch wirklich für Ereignisse oder Ergebnisse im Rudersport oder Kanusport bzw. für die aktiven Sportler selbst?

Fragen die nachdenklich machen ?

Die Praxis: Wenn die Grünauer Vereine im Frühjahr regelmässig ihr Fest im Forsthaus abhalten, dann läuft des öfteren zur gleichen Zeit auf der Regattastrecke direkt nebenan die wichtigste Rudersportveranstaltung der Saison - was allerdings außer den Sport-Insidern keiner weiss- wie bei allen anderen Ereignissen auf der Regattastrecke auch.  Die einzigen Besucher im Tribünenbereich, die man dann immer wieder zu Gesicht bekommt, sind die heiteren Sommerfest-Besucher, die allerdings nur schnell unter die Tribüne eilen, um dort die (uralten)Toiletten aufzusuchen. - Ansonsten ist die Zahl der Zuschauer auf der Regattatribüne = NULL - wie ansonsten das ganze Jahr über ebenfalls.
Ausnahme seit 2013: das jährliche BERLINER WASSERSPORTFEST.

 

Mangels amtlicher Öffentlichkeitsarbeit und fehlendem Sportmarketíng sowie technischer Teildisqualifikation haben Attraktivitätsverlust und Bürgerferne die einstmals sportlich überragende und überregionale Bedeutung  der Regattastrecke heute fast eliminiert. Damit einher ging aber auch ein stetiger sportlicher Bedeutungsverlust der ganzen Region Grünau, mitsamt dem eingetretenen Besuchswertverlust, womit dann wiederum auch das Grünauer Stadtbild, zusammen mit dem gesamten kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Geschehen der Region, in einen anhaltenden negativen Abwärtstrend gezogen worden ist; - für die ZUKUNFT IN GRÜNAU ein fataler Umkehrprozess des früheren langjährigen Aufwärtstrends in der erfolgreichen Zusammenarbeit von Verwaltung, Bürgerschaft und Regattastrecke in Grünau.

 

Der eigentlich unübersehbare  "Wandel der Zeiten" und die heute weiter absteigende Reputation der Region in und um Grünau (Karolinenhof, Schmöckwitz, Bohnsdorf) sind  in der Verwaltung leider nach 25 Jahren, immer noch erstaunlich "unbemerkt" geblieben.

Jedenfalls stellt man amtlicherseits die Regattastrecke in Grünau verwaltungsintern, abseits jeder Realität, immer noch so dar, als sei sie, wie vor langer Zeit, das Maß aller Dinge im bezirklichen Sport und kompetenter Bezugspunkt für alle Angelegenheiten in  der Region Grünau.

Gleichzeitig fehlt aber die dazu passende adäquate Aussendarstellung oder Werbung, die diesem Anspruch nach aussen hin gerecht werden könnte und ein entsprechendes Bild in der Öffentlichkeit herstellt.

Deshalb treffen wichtige Personen von ausserhalb, wie gerade der Rekordweltmeister Thomas Lurz, die in allen bundesdeutschen  Medien veröffentlichte Schlussfolgerung, in Gruenau gäbe es, wie in Sibirien, nur Wölfe als Zuschauer auf der Olympiatribüne - ein Imageschaden für den ganzen Bezirk, den die Verantwortlichen ernst nehmen sollten.

  

Tatsächlich hat sich die Regattastrecke schon lange vom früheren "Motor der Region" nicht nur zum zum grössten Subventionsempfänger des Bezirksamts Treptow-Köpenick, sondern auch zum grössten  Entwicklungshindernis für Grünau gewandelt.

Die wichtige und wertvolle Jugendarbeit ist ein "Lichtblick", ebenso wie die zahlreichen, teilweise hochkarätigen Veranstaltungen der Sportverbände und die Trainingsläufe. All das hat jedoch leider keinerlei positive Ausstrahlung auf das sonstige Leben im Grünauer Stadtgebiet.

 

Selbst die für das Rückstands-und Ruinen-Drama in Grünau symptomatischen verfallenden Gebäude der früheren Grünauer "Kultur-Glanzpunkte" GESELLSCHAFTSHAUS und RIVIERA sind für alle Bürger und Besucher in gewisser Weise weithin sichtbares Ergebnis der für das Grünauer Gemeinwohl schädlichen amtlichen Abschottungspolitik ohne die nötigen Zukunftsinvestitionen und ohne moderne PR.

Der Uferstreifen der RIVIERA-GESELLSCHAFTSHAUS-Anlagen am Langen See wurde in staatliches Eigentum überführt. Heute sind die früheren Wasserzufahrten mit privaten Booten für die Allgemeinheit blockiert und die dortigen Anlegestege abgebaut, vorrangig damit das Auslaufen der Regattaboote bei Wettkämpfen nach dem Zieleinlauf nicht durch privaten Bootsverkehr im Wasser gestört werden sollte.
Mittlerweile verfallen die langen RIVIERA-Ufermauern im Besitz des Bundes ebenso wie die Denkmalbauwerke im Eigentum der tuerkischen Familie.

Letztlich fehlt also seit 1990 auch hier für Investoren ein wichtiger wasserbezogener Nutzungsaspekt d. h.  es fehlt ein wesentlicher Anreiz zum teuren Wiederaufbau der Ruinen, gerade auch im Hinblick auf die hohen Denkmalschutzkosten.

Warum wohl hat sich seit 1990 kein anderer Käufer finden lassen, bis dann endlich 2006 die türkische Familie Erdem aus Potsdam zum "Spottpreis" von rund 700.000,- Euro von der TLG den Zuschlag für das Riesengelände in "prime location" am Langen See erhielt ? Fehlende Investitionssteuerung: siehe Ruinen-Galerie ganz oben.


Weiter östlich zeigt sich der städtebauliche und wirtschaftliche Verfall durch die amtliche Abschottung der Regattastrecke ebenfalls. Denn auch von den einstmals stolzen Wassersportclub-Ruinen "ALLIANZ" und "DRESDNER BANK" sowie von den schon Jahrzehnte leer stehenden Grundstücken nebenan, sollte amtlich jede Beeinträchtigung - sprich bürgerliche Belebung - des Gebiets um die Regattastrecke ausgeschlossen werden. Bei den (noch) nicht leer stehenden Bootshäusern der verbliebenen, heute finanzschwachen Vereine sorgen der schleichende Mitgliederschwund und die Überalterung automatisch für ein zunehmend einsameres Ufergeschehen.

Dumm nur, wer bewirkt dann die für unser Stadtbild und unser Stadtleben wichtigen Modernisierungs- und Erhaltungs-Investitionen und wer sorgt für ein gesundes, optisch ansprechendes Lebensumfeld für die Bürger, das uns auch neue Bewohner und Besucher nach Grünau bringen könnte? Antwort: wiederum Investitionen, die uns aber leider fehlen; d. h. so werden wir unsere Ruinen-Bildergalerie ganz oben nicht los.Wasserbarrikade zur Abschottung der Regattastrecke gegen Nachbarn - und gegen klassische Mahagonyboote mit Tradition,  (Zur Vergrösserung Anklicken)

Mithilfe des amtlichen Bebauungsplans XVI-85 und anderen Investitionshindernissen wie Verkehrsbehinderung und Parkplatzmangel in der Regattastrasse , Abschottung des Seeufers mit brach liegenden Bezirksamtsgrundstücken und kilometerlangen Zäunen, ebenso wie mit der klammheimlichen Entfernung des 1973 abgerissenen, historisch bedeutenden und für Tourismuszwecke markanten Sportdenkmals aus dem aktuellen Bebauungsplan von 2008, will die bezirkliche Stadtplanung Investoren wie Besucher in Grünau offenbar "vergraulen" - Das östliche Stadtleben von Grünau fällt, für jedermann anschaulich, zunehmend dieser seit 1989 amtlich verordneten schleichenden Verödung anheim. 


  Die Verkehrsverhältnisse auf der Regattastrasse im östlichen Ortszentrum sowie die dortige Parksituation sind über den Besorgnisstatus mittlerweile längst hinaus, nämlich ausweglos - im wahrsten Sinne des Wortes - Mithin eine weitere offene Frage für die ZUKUNFT IN GRÜNAU ?

Nichtstun oder Parkverbote, d. h. die amtlichen Reaktionen bisher, sind für die Anwohner allerdings keine sachgerechten oder zukunftstauglichen Optionen, sondern nur Verkehrsbehinderung = Investitionsbehinderung.    Wenig bedarfsgerecht, hält man zudem an der grossen Regattatribüne (9000 Plätze zur Olympiade 1936) für Busse keine Wende- und keine Bus-Parkmöglichkeiten bereit, sondern lediglich 50  Pkw-Stellplätze an der schmucklosen, "angestaubten" Haltestelle der traditionsreichen "Uferbahn". Schon bei grösseren lokalen Veranstaltungen ist somit ein Verkehrschaos vorprogrammiert. 

Dabei ginge es deutlich besser, wenn man das Gleisbett der Strassenbahn 68, ebenso wie auf der westlichen Regattastrasse, auch für den östlichen Regattastrassenverkehr entlang der Regattastrecke, bis zum Beginn des Wasserschutzgebietes, auch für den Autoverkehr zugänglich machen würde. Die bisherige Fahrbahn würde dann bei besonderen Ereignissen als eine grosse Parkplatzreserve zur Verfügung stehen. Eine gemeinsame Nutzung der Strasse durch Strassenbahn (hier alle 20 Minuten je Richtung) und Pkw ist ansonsten in Berlin ohnehin der Normalfall.
Die jetzt nur alle 20 Minuten je Richtung für eine kurze Strassenbahndurchfahrt erfolgende Nutzung des separaten Gleisbetts ist objektiv betrachtet eine Verschwendung städtischer Ressourcen, insbesondere angesichts der lokalen Parkplatznot . 

Unbeeindruckt von diesen Zwängen der Wirklichkeit, träumte unsere Verwaltung bis vor Kurzem noch, zahlreichen offiziellen Verlautbarungen nach, den "Wunschtraum" einer Wiederholung von "Olympia" in Grünau. - Selbst im Traum eine verwegene Idee, weil man die schon für den Regionalbedarf unbefriedigenden Verhältnisse kennt, und weil man weiß, welche "Schwergewichte" mit anderen Olympia-Bewerbern heutzutage schon zur Vorauswahl international "in den Ring steigen".
Aber auch, falls Berlin die Olympia-Qualifikation schafft, würde man auf jeden Fall den Neubau einer modernen Regattastrecke in Tegel vorziehen, - wenn man nicht die modernen Anlagen in Brandenburg am Beetzsee nutzen will, so wie es jetzt eigentlich vorgesehen ist.

Grünau wird also von der Olympiade kaum profitieren können.      Wie könnte auch eine offizielle Wiederbewerbung für den geschichtsträchtigen Ort der Olympiade 1936  international ein positives Echo finden? - mit veralteten Bauanlagen aus der Nazizeit, in einem zurück gebliebenen Stadtteil voller Ruinen und Baulücken und mit Müllfahrzeugen und LKW zunehmend verstopften Verkehrswegen ohne annähernd genügend Parkraum ? - und das sind nur die Probleme an Land.

Auf dem Wasser sieht es noch schlechter aus:
Die Regattastrecke kann die technischen Mindest-Standards für eine anerkannte Hochleistungsstrecke schon lange nicht mehr leisten, - geschweige denn die für eine heute taugliche Olympiastrecke - als da wären: Acht Bahnen mit einheitlicher, ordentlicher Mindestbreite, kein fliessendes Gewässer, kein Schiffs- oder Bootsverkehr neben der Strecke, kein Windwechsel im Streckenverlauf mit wechselndem, unberechenbarem Wellengang, keine Sichtbehinderungen für Zuschauer, keine Reflexionswellen vom Ufer, keine Uferabschnitte mit ungenügendem Abstand zu den Aussenbahnen, keine für das Sicherheitspersonal  unzugänglichen Uferteile. - Nicht eine einzige der oben genannten technischen Mindestvoraussetzungen könnte die Regattastrecke heute noch erfüllen.
Soviel zur Realität der hochleistungssportlichen und Olympia-Perspektiven unserer Grünauer Regattastrecke.

 Zusammen mit dem zunehmenden LKW- und Durchgangsverkehr und der von Westen her ausufernden Müllindustrie, (Abhandlung weiter unten) haben wir es, bei weiterer amtlicher Untätigkeit, mit negativen Perspektiven zu tun, wobei die Lebensqualität in Grünau auch bei Aktivitäten des BA wohl nicht unbedingt im Vordergund nicht ?- Bezeichnend zumindest die Aussage des Stadtplanungsamts 2007: "Wintergärten sind Luxus, das wollen wir dort in Grünau nicht" (....aber Olympia !? )

Es gibt mithin noch viel zu tun, denn die Lage ist durchaus schwierig, wie man auch sonst allenthalben im Bezirk sieht, aber nicht ganz hoffnungslos, denn erfreulicherweise haben einige Politiker "den Ernst der Lage" und den Handlungsbedarf für mehr Investitionen erkannt.

 

  

Was kann ZUKUNFT IN GRÜNAU zusammen mit der Bürgerschaft   p o s i t i v  bewirken?

 

 ZUKUNFT IN GRÜNAU will die Bürger ermuntern, an dem überfälligen Wiederaufbauprozess für Grünau und Umgebung und an der laufenden Stadtbildpflege selbst aktiv teilzunehmen.

Die Bürger wollen Grünau dabei nicht als "angehängten" und schon gar nicht wie bisher als "abgehängten" Teil des wichtigen Süd-Ost Raums von Berlin verstanden wissen, sondern als "Baustein" einer ganzheitlichen Stadtentwicklung, welche die Tradition, die Stärken und die regionalen Unterschiede mit einer attraktiven und intelligenten Gesamtplanung zum gegenseitigen Vorteil der einzelnen Regionen "zusammenbaut".

Gemeinsame Veranstaltungen und andere, das lokale Stadtleben wieder belebende Aktionen sollen mit Helfern und Sponsoren in die Tat umgesetzt werden. 

Gleichzeitig will ZUKUNFT IN GRÜNAU auch mit Hilfe der Bürger die Verwaltung dazu bewegen, den Wiederaufbau bezirksamtlich fördernd zu begleiten. Dabei kann man davon ausgehen, dass die Verwaltung TK der Gemeinde Grünau einen fairen Ausgleich schuldet, - dafür, dass die besten Lagen in Grünau für die sportlichen Ambitionen des Bezirksamts auf der Regattastrecke blockiert sind, ohne dass diese amtliche Sportnutzung des Gemeindegebietes zu einer Wiederbelebung des Gemeindelebens in Grünau beiträgt.

Als Voraussetzung für die Verbesserung der Lage, wollen die Mitglieder bei einer objektiven, vorurteilsfreien Anlayse der Stärken sowie bei der Erkennung und Beseitigung von Schwachpunkten in der Gemeinde aktiv behilflich sein. Dazu gibt es die hier dargelegten Gedanken und darüber hinaus in der Bürgerschaft und im Verein genug Sachverstand und aussagefähiges Archivmaterial.  Aufbauend auf dieser vorbereitenden Anlayse will der Verein mitwirken an zielgerichteten Maßnahmen zur Verbesserung der ZUKUNFT IN GRÜNAU.

Zukunftsvision  

Als erstes Mittel der Wahl bietet sich aufgrund der Tradition Grünau's als 100-jährige "Deutsche Wassersporthauptstadt" das Anknüpfen an diesen einmaligen Standortvorteil an, - zweckmässigerweise heute ausgerichtet auf den aktuellen modernen Bedarf der Aktiven und Besucher im Wassersportbereich, mit den Schwerpunkten: "Erholung","Freizeitsport","Wassertourismus","Bootssport", "Vereine", "Sportneuheiten", "Hochleistungstechnik", "klassische Boote" u. ä. 

Entsprechende Investitionen in ein modernes Sport-, Freizeit- und Touristik-Angebot für Leistungs- und Feizeitsportler sowie für touristische Besucher könnten durchaus "bessere Zeiten" an der Regattastrecke und in Grünau bewirken. Dazu wäre allerdings ein Wandel im bezirksamtlichen Denken und Handeln nötig, auch was neue dynamische Nutzerkreise in der Region angeht, die sich bei konsequentem Ausbau der geographischen Standortvorteile durchaus finden lassen.  

 

Eine potentiell interessante Entwicklungsmaßnahme, die für die ZUKUNFT IN GRÜNAU durchaus beachtliche positive Auswirkungen haben könnte ist das aktuell grösste Wohnbauprojekt, früher bekannt als "Puerto - Verde" = Grüner Hafen und dann insolvent, heute genannt "Neue Wasserliebe" und preislich etwas weniger ambitioniert, d. h. mit "mehr Masse als Klasse".

                                                                                                                                                                                "Puerto - Verde - Sketche" zur Vergrösserung finden Sie oben, in der Bildergalerie "interessante aktuelle Fotos", nach dem Anklicken der Seite "LEBEN IN GRÜNAU"

Die auf dem ca. 100.000 qm grossen Chemiewerk-Grundstück Regattastraße 1-49 ursprünglich geplante anspruchsvolle Wohnanlage mit innen liegendem "grünen Hafen = puerto verde" hätte vielleicht ein erfolgreiches Wohnprojekt werden können, mit langfristigem Zukunftspotential für Grünau, aber dann kam leider die Insolvenz dazwischen.(zum Zeitpunkt der weltweiten "Finanzkrise") 

Es bleibt zu hoffen, dass nach der "puerto verde"-Insolvenz der zweite Anlauf als "neue Wasserliebe" besser gelingt.

Die Aufgabe für nun mehr als die 400 früher geplanten, aber dafür einfacheren Wohneinheiten eine gesunde Bewohnbarkeit ohne nachbarliche Müll- und Giftmüll-Bedenken und ohne Rattenplage, ohne Gestank, Lärm und allgegenwärtige schwere Müll-LKW sicher zu stellen sowie nicht zuletzt ohne Vorbehalte zur Bodenbeschaffenheit, ist jedenfalls nicht einfach;
Al das wäre vermeidbar ohne Müllindustrie als Gegenüber. 

Es wäre interessant zu erfahren, welche "Vermarktungswunder" das Stadtplanungsamt seinerzeit den "puerto-verde"-Initiatoren für deren ambitionierte Planung von 400 hochwertigen und naturbezogenen Komfortwohnungen zugetraut hat ? 

Denn nur ein "Wunder" oder bestenfalls "Dumpingpreise" könnten aufgeklärte, gesundheitsbewußte Mieter- oder Käuferfamilien, die eigentlich in das grüne Grünau am idyllischen Stadtrand ziehen wollten, um am Wasser naturnah mit ihren Kindern gesund leben zu können, dazu veranlassen ihre Immobilie gerade dort zu mieten/zu kaufen wo schräg gegenüber das Stadtplanungsamt Treptow-Köpenick einen "Aufmarsch" der Müllindustrie, zu einem komplexen Berliner Müllindustrie-Umschlags-Schwerpunkt, genehmigt hat.. (Die Rattenfotos stammen aus den Beschwerdeakten von Anwohnern bei den Behoerden)

Würden Sie mit Ihrer  Familie in einer Nachbarschaft mit Müllanlagen und einer Rattenplage wohnen wollen, wo nebenan in grossem Stil industriell und amtlich genehmigt, auch mit "gefährlichen Abfällen" -Giftmüll- hantiert wird und dafür auch noch viel Geld bezahlen ?   


Der durch die enge Nachbarschaft zur Müllindustrie verursachte Wertverlust allein für dieses, frühere "puerto verde"- Grundstück, könnte sich anhand einer grob überschlägigen Hochrechnung aus den müllindustriebedingten, künftig zu erwartenden Einnahmeverlusten des Projekts, auf über 20 Millionen Euro summieren. (Wertansatz: 7,50 €/qm gegen 11,- €/qm NM bei geschätzt 40.000 qm Wfl.= VP bei 15-facher JNME : 54.000.000.- gegen 79.200.000,-  )

 

 Was unternimmt ZUKUNFT IN GRÜNAU e.V. für die Entwicklung der Region?

 

 1.) ZUKUNFT IN GRÜNAU e.V. recherechiert und analysiert, wie eingangs skizziert, in Verbindung mit der AG LEBEN IN GRÜNAU, schon länger die historische Erfolgsgeschichte und die Tradition der Region Berlin-Grünau. Wir wollen darauf aufbauend für die ZUKUNFT IN GRÜNAU versuchen eine praktisch umsetzbare Strategie zu finden, wie man heute, in einem veränderten Umfeld, wieder nachhaltige Erfolge in unserer Grünauer Stadtentwicklung realisieren kann.

Im Ergebnis kommt unsere Analyse nämlich zu einer durchaus positiven Bewertung  der Entwicklungsmöglichkeiten in Grünau, u. a. weil viele früher massgebende Standortvorteile der Region nach wie vor vorhanden sind. Diese geniessen auch heute, unter modernen Aspekten, bei den Menschen noch einen hohen Stellenwert.

Mangels Interesse der Verwaltung an einer Förderung der Region und dem Fehlen einer kompetenten nachhaltigen Zukunfts-Steuerung (- die Ansiedlung von Müllindustrie in die direkte Nachbarschaft zu naturnahen 1A-Lagen und zu Naturschutz- und Wasserschutzgebieten in innerstädtischen, traditionell natur-, sport- und erholungs-geprägten Südost-Wohngebieten von Berlin und dies auch noch ohne adaequate Verkehrsanbindung ist das Gegenteil von Zukunftsplanungs-Kompetenz -) fehlt es bis heute an den wichtigen und richtigen Investitionen, um mit den ansonsten vorhandenen Standortvorteilen eine erfolgreiche Stadtentwicklung zu reproduzieren.

Dabei gibt es keineswegs ein unüberwindliches Problem. Vielmehr wurde und wird dem Bezirksamt seit 20 Jahren schon weltweit vorgemacht, daß bei intelligenter Anwendung von Standortvorteilen die Stadtentwicklung überall (wie auch in anderen Berliner Bezirken) gedeihen kann. Anhand in der Praxis bewährter Erfolgsfaktoren ist auch die Sanierung von Grünau keine Zauberei. Das Schlüsselwort  heisst allerdings INVESTITIONEN in die richtigen Wachstumsbereiche, die für Grünau vorrangig im Tourismus liegen (so auch das Ergebnis der HTW-Foerderstudie von 2013)

Ein erfolgreiches Sanierungskonzept für Grünau würde modellhaft auf fünf Erfolgsfaktoren wie folgt aufbauen:

A. Eine kooperative Verwaltung, die einen Förderungsprozess unter Einschluß von B, C, D und E einleitet sowie den Förderungsprozess koordiniert und unterstützt

B. Eine motivierte Bürgerschaft, die moderne Impulse und ihre wertvollen Einzelleistungen beisteuert

C. Ein intelligenter "Masterplan" für geschickt geförderte Investitionen in die lokalen Stärken, als da sind: eine gesunde Umwelt (noch?), eine attraktive Landschaft eingebettet zwischen Wasser und Wald, eine sehr gute Verkehrsanbindung, die nahe Hauptstadt-Infrastruktur sowie eine imposante Tradition und Geschichte, mit den Koordinaten Wassersport, Wassertourismus, Kultur am Wasser, Gastlichkeit am Wasser, Erholung im Wald und am See und auf dem Wasser sowie Regattastrecke, Sportdenkmal und Olympia-Nimbus.

Im Ergebnis sollte mit den Investitionen folgendes erreicht werden können:
Eine gepflegte Gastlichkeit, ein attraktives Stadtbild, wichtige Sportereignisse, zugkräftige Veranstaltungen, naturverbundenes Wohnen, Arbeit und Einkommen schaffende Unternehmen, eine Verschönerung der Landschaftsumgebung, Restaurierung, Wiederaufbau, Nutzung der Denkmalschutzbauten, moderne vielseitige Sportanlagen und interessante Ausflugsziele, d. h. all das, wofür man die Leute heute für Grünau wieder interessieren kann.
Das beinhaltet einen Lebensraum in dem sich Bürger wie Besucher gleichermassenwohl fühlen und gerne bleiben. (vergammelte Baulücken, verfallende Ruinen, billige öffentliche Plätze, massiver LKW-Müllverkehr, fehlende Gaststätten und Geschäftsschliessungen sind dazu weniger geeignet)

D. Einen oder mehrere z. B. prominente Förderer, die selbst Investoren sind oder Investoren gewinnen.

E. Weiter sehr hilfreich ist wenigstens ein für die Region maßgebliches grösseres Investitionsprojekt mit "Ankerfunktion", das "automatisch" weitere Investitionen nach sich zieht,  z. B. ein Tagungshotel im RIVIERA-GESELLSCHAFTSHAUS-Komplex und/oder die erneute Realisierung des gescheiterten "Puerto-Verde-Konzepts", nunmehr als "Neue Wasserliebe". (Der "Anker" war lange Zeit die früher erfolgreiche Regattastrecke, die jedoch mangels "gesellschaftlicher Potenz" leider schon lange nichts mehr für die städtische Grünauer Entwicklung bewirkt und deshalb dringend durch einen neuen zeitgemässen "Entwicklungsanker" ersetzt werden muss)


Es kann nicht schaden den einstigen "Erfolgspfad" nochmals zu rekapitulieren:

Auf  den o. g. Grundlagen wurde die Region Grünau schon seit ca. 1850, unter stetiger Förderung der öffentlichen Verwaltung,  für die folgenden 100 Jahre ein beliebtes Ausflugsziel und ein weltberühmtes Sportgebiet. Denn seit ca.1860 entwickelte sich die Region, als “Wiege” des "neuen" deutschen Binnen-Wassersports, vom Gründungsrevier zum bedeutendsten Entwicklungszentrum des Ruder- und Regattasports in Deutschland. http://www.wassersportmuseum-gruenau.de/?Geschichte_des_Wassersports
Durch alle Kriegswirren und wirtschaftlich schweren Zeiten hindurch war Grünau so 85 Jahre lang unangefochten die deutsche Regatta- und Wassersport-“Hauptstadt” für den Sport auf Binnengewässern - damals das Binnensport-Pendant auf Augenhöhe zur "Kieler Woche" für den Hochseesport. (Der Unterschied im Status von damals zu heute könnte zwischen den beiden ehemaligen Weltklasse-Zentren nicht grösser sein) Weiterhin ist Grünau Olympia-Austragungsort und Ort zahlreicher früherer Welt und Europa-Meisterschaften. Ungezählte Weltklasse-Sportveranstaltungen und Weltrekorde ereigneten sich hier, sowohl vor als auch nach der Olympiade 1936. Weltberühmte Sportler haben hier "Lehrjahre" erlebt und glanzvolle Ehrungen in Grünau gefeiert. Früher in Gruenau aktive
"Weltklasse-Athleten" wie z.B. Birgit Fischer, mit den meisten deutschen Weltrekorden und Olympia-Medallien aller Zeiten (im Guiness Buch der Rekorde) oder der herausragende Segel-Weltmeister und mehrfache Olympia-Sieger und America-Cup-Gewinner Jochen Schümann sind heute immer noch in der Öffentlichkeit einigermassen bekannt, werden aber kaum mit Grünau in Zusammenhang gesehen, weil die PR dazu nicht existiert. (- sie existiert auch nicht in der aktuellen Fassung der offiziellen 800-Jahr-Zeittafel des Bezirksamts Treptow-Köpenick. s. u.)

Abgesehen von der sportlichen Bedeutung war Grünau seit ca. 1850, über 100 Jahre lang, ein zunehmend beliebtes Wohn- und Erholungsgebiet. Das vom Wassersport positiv geprägte und mit der umgebenden Seen- und Waldlandschaft landschaftlich reizvolle, gesunde Umfeld wirkte anziehend auf viele Berliner Bürger. So entstand mit deren Zuzug eine dynamische Bürgerschaft und ein lebhaftes, repräsentatives Stadtbild in der Region in und um Grünau. Zudem genoß das vielfältige Gastronomie- und Unterhaltungsangebot mit prominenten Gästen einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, weit über Berlin hinaus.

 

WELCHE PROBLEME HABEN WIR HEUTE ZU LOESEN ?
Die Fotos aus unserer Bildergalerie sprechen fuer sich: 150 Jahre nach dem Beginn der 100-jährigen Erfolgsgeschichte, wird der einstige internationale Glanz der Region inzwischen durch verfallende Ruinen, Baulücken und einen "verschlimmbesserten" öffentlichen Raum verschandelt. Dazu fehlen schon geraume Zeit wesentliche "Modell-Zutaten" der Verwaltung, gemäss Punkt A der obigen Erfolgsfaktoren, damit das Projekt  "Wiederbelebung Grünau" Erfolg haben kann.

Man wundert sich, warum die oben genannte Erfolgsgeschichte Grünau's und die seiner weltberühmten Ausnahme-Sportler in der offiziellen 800-Jahr-Zeittafel des Bezirksamtes Treptow-Köpenick mit keinem Wort erwähnt wird ?? - als sei in Koepenick trotz Olympiade, Weltklasse-Sport und -Kultur niemals etwas Erwähnenswertes in Gruenau geschehen? (Noch mehr wundert man sich, wenn man liest, welche Ereignisse ansonsten in dieser offiziellen Zeittafel des Bezirksamtes breit Erwähnung finden) ANMERKUNG: Dieser Absatz ist nur noch gültig für die Zeit bis 2012 - und die archivierten Ausdrucke aus dieser Zeit. Seit 2012 hat sich die amtliche Erwähnung Grünaus verbessert, zumindest was die offizielle Ereignis-Zeittafel des Bezirksamts-Treptow-Köpenick angeht, nachdem unser Verein auf diesen Missstand kritisch hingewiesen hat.  Lesen Sie selbst:  http://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/ueber-den-bezirk/historisches/artikel.10184.php

Bis 2012 liest sich das von 1900 bis 1946 amtlich fuer den Bezirk Koepenick als wichtig gedeutede Geschehen wie folgt (Auszug aus dem mehrseitigen Original):

Was die sportlich wie kulturell wichtige Periode für Grünau und den Bezirk von 1850 bis 1989 angeht gibt es keinerlei amtliche Erwähnung von Grünau, darüber hinaus findet der Ort Grünau weder vorher noch nachher überhaupt eine Erwähnung in der amtlichen Zeittafel, d. h. Grünau kommt in der amtlichen Sichtweise der Geschichte des Bezirks Köpenick bis 2012 überhaupt nicht vor:

Dazu passt, daß man das Stadtgebiet von Grünau auf der Erhaltungsgebietskarte des Stadtplanungsamtes im Rathaus Köpenick, mitsamt dem Stadtteil Karolinenhof niemals finden konnte, - weil beide Orte komplett überklebt sind, mit einem Bauernhaus-Foto von Müggelheim.

Vergrösserungen: oben a. d. Schaltleiste "LEBEN IN GRÜNAU" drücken, dann Fotogalerie "interessante aktuelle Fotos"

 Der Bezirks-Baustadtrat meinte einmal zur heutzutage den Berlin-Tourismus massgeblich prägenden kaiserlichen Hochzeit der Berliner Bauqualitäts- und Stadtentwicklung lapidar: "Wir können froh sein, dass wir diese Zeiten hinter uns haben". Einerseits nicht falsch, aber amtlich gebotenes Engagement für tourismusfördernde, erfolgreiche Stadtbildrestauration, verbunden mit Pflege der Bautradition, der Sporttradition und aktivem Denkmalschutz für die wenigen lokalen, historisch wichtigen Traditionsbauten hört sich eigentlich anders an. Ergebnis: siehe 25-Jahre-Ruinen-Bildergalerie ganz oben.   

Angemessene Zukunftsplanung in der Weltstadt Berlin, ohne "Berührungsängste" zur weiter zurück liegenden Geschichte, gepaart mit Kreativität und Visionen auch für die ZUKUNFT IN GRÜNAU, stand bisher wohl kaum auf dem Dienstplan im Rathaus Köpenick.

Stattdessen finden sich in unserem Umfeld besondere lokalpolitische Anhaltspunkte, um den anhaltenden Abwärtstrend in Grünau zu erklären. Derartige Betrachtungen erfordern allerdings noch ein wenig mehr Geduld und Zeit der geschätzten Leserinnen und Leser, - und der Tenor ist leider immer noch (entsprechend der Realität) recht negativ:

 Die Verwaltung hat für wesentliche Teile des Landgebiets der 2.000 m langen Regattastrecke, also für einen wesentlichen Teil des östlichen Stadtbereichs Grünau, seit 1997 mithilfe von "Hinterzimmerabsprachen" und durch amtsinterne (bürgerferne) sogenannte "bekannte Festlegungen", an der Grünauer Bürgerschaft vorbei, den baulichen Notstand von 1989 festgeschrieben.
Ergebnis = siehe Ruinen-Bildergalerie oben. 

Von den 50 oben in der "Ruinen-Galerie" gezeigten Fotos entstammen 20 aus dem Gebiet des B-Plans XVI-85 von 2008

2008 wurde nämlich, trotz der seit 1989 bekannten gravierenden Grünauer Strukturprobleme und Stadtbildmängel,  die auf den Bildern in unserer Galerie oben erkennbare zwanzigjährige Verödung des östlichen Grünauer Stadtgebiets mit Hilfe des 2008 beschlossenen Bebauungsplans XVI-85  amtlich besiegelt. Ausgehend von dem zentralen, aber heutzutage kaum noch frequentierten Schiffsanleger-Park, neben den RIVIERA- und GESELLSCHAFTSHAUS-Ruinen nach Osten hin, bis zu dem seit 1973 verwaisten, aber historisch, sportlich und touristisch bedeutenden SPORTDENKMALSPLATZ von 1889, wurde in 25 Jahren "Nachwendezeit" wenig Wiederbelebung realisiert. Während der DDR-Zeit waren grosse Teile dieses Bereichs für die Öffentlichkeit "No-Go-Areal", wegen der dortigen Geheimsender FS 904 und DSS 935 sowie dem abgeschotteten Funktionärsbetrieb am Sporthochhaus.(website links bitte durch Anklicken aktivieren)

 

Das praktische Ergebnis des B-Plans XVI-85, der zwar erst im Jahr 2008 von der BVV  beschlossen, aber in seiner Entwurfsfassung schon seit 1999 amtlich befolgt wurde, sind 50 % seit der "Wende" bis heute baulich verfallende und wirtschaftlich notleidende Grundstücke (Ruinen/Baulücken/gefährdete Bausubstanz) im B-Plangebiet.

Ein solches B-Plan-Ergebnis von 50 % letztlich perspektivlosen Notstandsgrundstücken konterkariert den eigentlichen Zweck eines  Bebauungsplanes, indem hier der städtebauliche Verfall von 50 % eines früher repräsentativen Gebietes durch amtlich verordnete  Bauverhinderung in die Zukunft festgeschrieben wird. 

Die konsequente Anwendung der Ausschlusskriterien des B-Planes XVI-85 kommt, über die schädliche Wirkung auf Stadtbild und Wohnqualität in Grünau hinaus, einer Enteignung der Eigentümer der Sanierungsobjekte gleich - sowie einer faktischen Ausserkraftsetzung des Denkmalschutzes. (ein spezielles Fachgutachten zum Thema B-Plan XVI-85 liegt ZUKUNFT IN GRÜNAU vor)

 

 Am Besten müsste Grünau in die Lage versetzt werden, sich vom "Abwärtstrend" der Regattastrecke zu emanzipieren. Ohne den einstigen Motor, der heute eher bremst als fortbewegt , könnte sich die eigentlich attraktive Gemeinde anderweitig im Wettbewerb der Orte besser behaupten, - z. B. indem alle momentan hier vorhandenen, teils brach liegenden Grünauer Ressourcen zukunftssicher genutzt werden.

Wenn es jedoch dessenungeachtet in der Realität nur zusammen mit der Regattastrecke weiter geht, sollte die Verwaltung Ihre Regattastrecke in Grünau wenigstens zeitgemäss aufrüsten und dafür Sorge tragen,  dass dortige Veranstaltungen und Sportereignisse in die Zeit passen und auch dem Gastgeberort einen Nutzen bringen. Ausserdem steht dem Gastgeberort Grünau fairerweise für die Blockade seiner besten örtlichen Ressourcen eine ausgleichende Förderung z. B. durch repräsentativen Ausbau der öffentlichen Bereiche zu.

2.) ZUKUNFT IN GRÜNAU e. V. arbeitet gerne mit daran die einzigartigen Standortvorteile der Region, zusammen mit der 150-jährigen Tradition als internationales und deutsches Wassersportzentrum und als ehemalige Olympia-Sportstätte zu fördern und alle lokalen Vereine und Wirtschaftsteilnehmer dabei zu unterstützen, die durch Wechsel der Politik und politische Wirren verloren gegangene Prosperität und Attraktivität für Bürger und Besucher so schnell und so weit wie möglich wieder herzustellen.

Die Marketing-Verwendung der einmaligen Wassersport-Tradition seit 1860, zusammen mit dem Andenken an die vielen namhaften Grünauer Spitzensportler wäre, wie schon erwähnt, auch für eine mögliche Sanierung der Regattastrecke das erste Mittel der Wahl. Das im Regattastreckengelände gelegene WASSERSPORTMUSEUM bietet dazu eine exzellente Grundlage.
Weiterhin ist eine vernünftige Auslastung der riesigen Anlagen eine Grundbedingung für qualitatives Wachstum in Grünau, denn der jahrzehntelange Leerstand von Gebäuden und Grundstücken, die in bester Lage am Seeufer der 2.000 m langen Regattastrecke seit 25 Jahren ungenutzt verfallen, ist für das Gemeinwohl wenig hilfreich und auch nicht im Interesse des Denkmalschutzes.

Schliesslich liegt es auf der Hand, daß der mit Abstand grösste Empfänger von Subventionen und öffentlichen Geldern in der ganzen Region, über seine wichtige Jugendarbeit hinaus, von Amts wegen auch weitergehende gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen lokaler Art an seinem Gasgeberort zu erfüllen hat.

Das Mindeste dahingehend ist Investitionen und Fortschritt in Grünau nicht weiter zu blockieren.

 3.) ZUKUNFT IN GRÜNAU e.V. will selbst und mit der AG LEBEN IN GRÜNAU und über deren Mitglieder gegebenenfalls direkt auf die Verwaltung einwirken, um offensichtliche gemeinwirtschaftliche und städtebauliche Fehlentwicklungen zu korrigieren und Voraussetzungen zu schaffen für eine wirtschaftliche und qualitative Erholung der Region, - falls nicht anders durchsetzbar, auch mit anwaltlicher Hilfe. 

 

Weitere Förderungsmöglichkeiten für Grünau bestehen, über die lokale Agenda hinaus, in der Zusammenarbeit mit überregionalen Bürgerinitiativen. Dabei spielt auch die Zusammenarbeit mit der im Mai 2012 neu gegründeten Berliner Bürgerplattform "SO! mit uns" eine Rolle.

 

4.) ZUKUNFT IN GRÜNAU veranstaltet und unterstützt vielfältige aktuelle Aktivitäten in Grünau, die jeweils regelmässig stattfinden sollen. (Siehe oben AKTUELLE PROJEKTE : Z. B. UFERBAHNLAUF am Sportdenkmalsplatz, BERLINER WASSERSPORTFEST an der Regattastrecke, HERBSTFEST in der Försterei, WEIHNACHTSMARKT an der Friedenskirche)
 

5.) ZUKUNFT IN GRÜNAU e.V. kümmert sich weiter um die Wiederbelebung der Idee eines neuen “Deutschen Sportdenkmals” am angestammten traditionsreichen Sportdenkmalplatz von 1898 mit der symbolträchtigen Adresse “Sportpromenade 1, 12527 Berlin”.     

Die Gelegenheit, die "neuere" Einheit des gesamtdeutschen Sports in der Hauptstadt historisch begründet darzustellen, bietet sich wohl nirgendwo besser als dort (siehe auch oben:  “Leben in Grünau” ).

 

Mit der Köpenicker Park-Verwaltung hat ZUKUNFT IN GRÜNAU e.V. einen "Patenschaftsvertrag" abgeschlossen, der u. a. 2 x jährlich und jeweils bei Bedarf die Pflege des Sportdenkmalsplatzes durch unsere Mitglieder umfasst. Die Pflegetätigkeit bietet gleichzeitig Gelegenheit zum geselligen Treffen in der Natur am SPORTDENKMALSPLATZ.


Ziel ist es auch diesen Ort wieder zu einer lebendigen Gedenkstätte zu machen, die Besuchern über das Denkmal hinaus auch aktuelle und historische Informationen und Inhalte präsentiert und so zum regelmässigen Besuch und Verweilen einlädt. (z, B. "Hall of Fame" des Wassersports/Sports o. ä.)


Sportdenkmal um 1920                                                                       Sportdenkmalplatz heute

                                                         Sportpromenade 1, Grünau


 Zum Vergrössern bitte Bilder Anklicken

 

 

6.) ZUKUNFT IN GRÜNAU e. V. infomiert über wichtige Inhalte zum Stand der Stadtentwicklung wie auch zu künftigen Ereignissen und Gerichtsverfahren, z. B. im RIVIERA-RETTEN-Kontext oder wegen  Immissionen und Müll des 300.000 qm -Industriegebiets vor unserer Haustür sowie dem unzumutbaren aktuellen LKW-Verkehr durch unsere Wohngebiete. 

 

7.) Wir bedanken uns auf diesem Wege nochmals bei all den tatkräftigen Helfern und Sponsoren, ohne die eine Belebung und Bereicherung des städtischen Lebens hier nicht zu erzielen wäre.

 

 Lebendige attraktive Umwelt entlang der Regattastrecke, anstatt Leerstand, Ruinen und Gammelbaracken.